Die erste Fahrt mit dem Camper war sehr ungewohnt. Er ist 7,20 Meter lang, 3.40 Hoch und 2,50 Breit. Es gibt keinen Rückspiegel im Innern, nur zwei grosse Aussenspiegel rechts und links.
Am Camper sind einige Aussenfächer angebracht die mit Schlüssel (jedes Fach hat einen anderen Schlüssel!) geschlossen werden müssen. Eine eigene Checkliste half uns, in den ersten Autofahrten an alles zu denken bevor wir los fuhren.
Unser Doppelbett war immer 'schlafbereit'.
Als wir vom Parkplatz bei Maui in Cairns losfuhren, schepperte- quietschte- krachte es aus allen Ecken.
Beim ersten Einkauf im Supermarkt besorgten wir uns Kartons die wir entsprechend zuschnitten um die Gewürze etc. voneinander zu trennen, damit diese keine Geräusche mehr von sich gaben.
In unserem mobilen Haus war auch ein TV. Da der Empfang
sehr, sehr schlecht war haben wir ihn in all den Wochen nur 3 oder 4 Mal kurz
eingeschaltet. Unsere Abendbeschäftigung war den Blog zu aktualisieren, Karten spielen oder die Route für den nächsten Tag zu besprechen.
Wann immer wir Internet auf dem Campingplatz haben konnten,
benutzen wir es um die E-mails abzufragen und den Blog zu aktualisieren. Im
Westen als wir in Hotels übernachteten gab es oft kostenloses, ‚gutes‘
Internet, im Osten auf den Campingplätzen hatten wir sehr selten eine gute und
schnelle Verbindung, meistens mussten wir Zeit oder MB kaufen, sofern es
überhaupt möglich war. In Neuseeland war der Empfang unterschiedlich, teilweise sehr gut und schnell aber dann klappte es tagelang wieder gar nicht.
Zu Beginn der Reise
assen wir draussen. Bald merkten wir aber, dass die Stühle bequem zum Relaxen
sind, aber nicht um draussen am Tisch zum Essen. Deshalb montierten wir mit wenigen Handgriffen den
Tisch im Innern.
Die Australier un Neuseeländer lieben das Grillieren (BBQ). Bei jedem
Rastplatz, Aussichtspunkt, öffentlichen Park's und natürlich in den
Campingplätzen gibt es mind. 2 BBQ Stellen. Man bringt sein Fleisch, Fisch oder
was auch immer mit und brät es auf dem Chromstahlgrill der mit Gas oder
elektrisch betrieben wird. Ein kleiner Spachtel ist immer vorhanden mit welchem
die Bratstelle am Schluss gereinigt wird. Bei den Campingplätzen hat es nebst
den Grillstellen immer auch eine Abwaschgelegenheit, Toaster, oft eine Mikrowelle und
meistens einen Kühlschrank in welchen jeder seine beschrifteten Sachen aufbewahren
darf. Wir haben nur saubere Campkitchen angetroffen.
Waschen kann man auf allen Campingplätzen durch Einwurf von 3x 1$ Stücke. Es geht relativ schnell, aber alles immer mit Kaltwasser. Wir haben gemerkt, dass wir das gleiche Resultat erreichen wenn wir von Hand waschen!
Essen und Trinken:
Wir lernten, dass es in Australien jeglichen Alkohol nur in speziellen
Geschäften zu kaufen gibt, in sogenannte Bottle Shops, Liquor Land etc. - in Neuseeland gibt es 'die Droge' auch im normalen Supermarkt.
Rindfleisch ist für unsere Verhältnisse sehr günstig,
wogegen Gemüse und Früchte einiges teurer sind. Butter ist selten nur aus Milch
gemacht, oft sind es div. Zusätze wie Öle, Fette, Geschmacksverstärker etc. die
in die Butter gemischt werden. Wir haben gelernt genau auf das Kleingedruckte
zu achten!
Die Auswahl an Toastbrot ist gross (hell, dunkel, mit-
ohne- Körner, Rosinen etc.), es gibt auch Brotlaibe zu kaufen, die sind leider genauso weich wie das Toastbrot. Es gibt ganz selten knuspriges Brot. Deshalb haben wir
uns für Toastbrot entschieden, getoastet ist es auch knusprig!
Wir sind sehr froh, dass wir die Luxus Variante gewählt
hatten und einen grossen Camper mieteten. Nach den ersten Tagen in Australien
waren wir uns dessen unsicher, weil man mit dem Camper die unbefestigten
Strassen (Grafeld Road) meiden muss. Auf einige interessierte Spots mussten wir aus
diesem Grund verzichten. Aber als wir sahen, wie umständlich es ist bei
Regen ein Zelt aufzubauen und vor allem das nasse Material wieder einzupacken, oder wie praktisch es war, die nassen Regenjacken, Hosen etc. im Camper zu trockenen – in einem Kleineren wäre es für uns zu eng gewesen.
Wenn man am Ende der Reise zu viel Lebensmittel,
Toilettenartikel etc. hat kann man dies in den Campkitchen lassen. So können
Leute die etwas benötigen die Sachen gratis nehmen. Das ist eine sinnvolle
‚Einrichtung‘, dadurch wird die Ware wieder verwendet, es wird viel weniger
weggeworfen.
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