Unsere Reise durch den Westen von Australien ist beendet.
Wir hatten eine extrem abwechslungsreiche Zeit.
Es begann ganz harmlos in der Stadt Perth, die erste
Herausforderung war als wir unser 4x4 Auto entgegen nahmen. Es war für unsere
Verhältnisse sehr gross, bullig und zum ein- und aussteigen musste ich aufs
‚Treppchen‘ steigen. Bis wir die Hauptfunktionen unseres neuen Begleiters
einigermassen im Griff hatten, vergingen ein paar Tage. Am Ende dieser Reise
bedanken wir uns bei unserem Gefährt, es hat unzählige Steine, genauso viele
Löcher und ein paar Pfützen ausgezeichnet gemeistert. Mit dem Linksfahren gab
es fast keine Probleme.
Kaum waren
wir aus der Stadt raus, wurden die Häuser immer weniger. Wir kamen in das für
uns bis anhin völlig unbekannte Outback. Die Strassen wurden plötzlich rot,
Teer war nicht mehr präsent. Die Übernachtungen zeigten sich äusserst bescheiden
– es gab keine Auswahl, weil es in diesen Gegenden über viele hundert Kilometer
nur ein Hotel gibt. Wir staunten über die unbekannten Büsche, Bäume und immer
wieder die rote Farbe der Schotterstrasse. Jetzt wissen wir definitiv weshalb
es der rote Kontinent‘ heisst. Wir genossen die Einsamkeit über eine beinahe
endlose Zeit, hier gibt es kein 'Modern' oder 'Neu', die Natur IST einfach einmalig. An mehreren Tagen fuhren wir über Stunden ohne einem Auto, einem
Haus, oder einem Menschen zu begegnen. Wenn uns auf solchen Wegstrecken plötzlich ein
Kamel über den Weg läuft, ein Waran die Strasse überquert, ein Drachenteufel
regungslos da steht oder ein Tannenzapfenskink sich gemächlich ins Gebüsch
begibt, sind das unvergessliche Autofahrten. Mit der Zeit lernten wir, dass die
schwarzen Punkte auf der Strassenkarte anstatt ein Dorf möglicherweise ein
‚Roadhause‘ sind - eine Tankstelle (im besten Fall mit Benzin…), die bestimmt
auch Kaffee, Wasser, Sandwiches, eine saubere Toilette immer mit Klo-Papier und
das allernötigste zum Leben anbieten.
Die Grösse und die Weite dieses Landes erstaunten uns immer wieder. Was aber noch erstaunlicher war, ist, dass in dieser wunderschönen Natur – Outback oder an den traumhaften
Stränden – niemand wohnt.
Das für unsere Ohren eigenartig klingende Englisch der
Australier verstanden wir bei Weitem nicht immer, aber wir merkten schon bald,
dass die Menschen sehr herzlich sind. Sie haben immer ein echt gemeintes Lachen
auf den Lippen und sind sehr kommunikativ, hilfsbereit und freundlich.
Es ist überall sehr sauber. Die Bevölkerung wird in jedem
Nationalpark oder sonstigen öffentlichen Orten angehalten ihren Abfall entweder
mitzunehmen oder richtig zu entsorgen.
Die Tierwelt ist faszinierend. Jeden Tag wurden wir durch
sie immer von neuem überrascht. Aber leider sahen wir am Strassenrand oft tote
Kängurus. Speziell auf der Nord-West-Coast Route. Wir nannten sie nur noch ‚TT‘
(tote Tiere). Die niedlichen Kängurus haben die Angewohnheit plötzlich aus dem
Gebüsch raus zu hüpfen. Wir waren jedes Mal froh wenn wir während unserer Fahrt
kein Tier unter die Räder bekamen.
Den sensationellen Naturereignissen begegnen wir mit Bewunderung
und grossem Respekt. Es überkam uns ein Gefühl von Dankbarkeit und Ehre für diese
Wunder.
Wir sind einfach sehr glückliche Menschen.
P.S. nach 9'000 Km Autofahrt und 20 verschiedenen Hotels geht die Reise ins Herz von AUS weiter - in ein paar Tagen gibt es hier wieder Neuigkeiten zu sehen.
P.S. nach 9'000 Km Autofahrt und 20 verschiedenen Hotels geht die Reise ins Herz von AUS weiter - in ein paar Tagen gibt es hier wieder Neuigkeiten zu sehen.
Schon 1 Monat seid ihr unterwegs!! Ihr habt schon soviel gesehen und erlebt, das zeigen Eure tollen Snapshots und Eure textliche Zusammenfassung - ganz toll!
AntwortenLöschenViel Glück auf der Weiterreise - Ich freue mich, wieder von Euch zu lesen.
Ganz herzliche Grüsse aus der Schweiz! Uebrigens, wir haben heute den ersten Schnee bekommen - alles ist auch weiss (Wie auf Euren Bildern), nur etwas kälter :-) Lisa