Dienstag, 4. November 2014

1 Monat vorbei


Unsere Reise durch den Westen von Australien ist beendet.
Wir hatten eine extrem abwechslungsreiche Zeit.
Es begann ganz harmlos in der Stadt Perth, die erste Herausforderung war als wir unser 4x4 Auto entgegen nahmen. Es war für unsere Verhältnisse sehr gross, bullig und zum ein- und aussteigen musste ich aufs ‚Treppchen‘ steigen. Bis wir die Hauptfunktionen unseres neuen Begleiters einigermassen im Griff hatten, vergingen ein paar Tage. Am Ende dieser Reise bedanken wir uns bei unserem Gefährt, es hat unzählige Steine, genauso viele Löcher und ein paar Pfützen ausgezeichnet gemeistert. Mit dem Linksfahren gab es fast keine Probleme.
Kaum waren wir aus der Stadt raus, wurden die Häuser immer weniger. Wir kamen in das für uns bis anhin völlig unbekannte Outback. Die Strassen wurden plötzlich rot, Teer war nicht mehr präsent. Die Übernachtungen zeigten sich äusserst bescheiden – es gab keine Auswahl, weil es in diesen Gegenden über viele hundert Kilometer nur ein Hotel gibt. Wir staunten über die unbekannten Büsche, Bäume und immer wieder die rote Farbe der Schotterstrasse. Jetzt wissen wir definitiv weshalb es der rote Kontinent‘ heisst. Wir genossen die Einsamkeit über eine beinahe endlose Zeit, hier gibt es kein 'Modern' oder 'Neu', die Natur IST einfach einmalig. An mehreren Tagen fuhren wir über Stunden ohne einem Auto, einem Haus, oder einem Menschen zu begegnen. Wenn uns auf solchen Wegstrecken plötzlich ein Kamel über den Weg läuft, ein Waran die Strasse überquert, ein Drachenteufel regungslos da steht oder ein Tannenzapfenskink sich gemächlich ins Gebüsch begibt, sind das unvergessliche Autofahrten. Mit der Zeit lernten wir, dass die schwarzen Punkte auf der Strassenkarte anstatt ein Dorf möglicherweise ein ‚Roadhause‘ sind - eine Tankstelle (im besten Fall mit Benzin…), die bestimmt auch Kaffee, Wasser, Sandwiches, eine saubere Toilette immer mit Klo-Papier und das allernötigste zum Leben anbieten.
Die Grösse und die Weite dieses Landes erstaunten uns immer wieder. Was aber noch erstaunlicher war, ist, dass in dieser wunderschönen Natur – Outback oder an den traumhaften Stränden – niemand wohnt.

Das für unsere Ohren eigenartig klingende Englisch der Australier verstanden wir bei Weitem nicht immer, aber wir merkten schon bald, dass die Menschen sehr herzlich sind. Sie haben immer ein echt gemeintes Lachen auf den Lippen und sind sehr kommunikativ, hilfsbereit und freundlich.

Es ist überall sehr sauber. Die Bevölkerung wird in jedem Nationalpark oder sonstigen öffentlichen Orten angehalten ihren Abfall entweder mitzunehmen oder richtig zu entsorgen.

Die Tierwelt ist faszinierend. Jeden Tag wurden wir durch sie immer von neuem überrascht. Aber leider sahen wir am Strassenrand oft tote Kängurus. Speziell auf der Nord-West-Coast Route. Wir nannten sie nur noch ‚TT‘ (tote Tiere). Die niedlichen Kängurus haben die Angewohnheit plötzlich aus dem Gebüsch raus zu hüpfen. Wir waren jedes Mal froh wenn wir während unserer Fahrt kein Tier unter die Räder bekamen.
Den sensationellen Naturereignissen begegnen wir mit Bewunderung und grossem Respekt. Es überkam uns ein Gefühl von Dankbarkeit und Ehre für diese Wunder. 
Wir sind einfach sehr glückliche Menschen.

P.S. nach 9'000 Km Autofahrt und 20 verschiedenen Hotels geht die Reise ins Herz von AUS weiter - in ein paar Tagen gibt es hier wieder Neuigkeiten zu sehen.

1 Kommentar:

  1. Schon 1 Monat seid ihr unterwegs!! Ihr habt schon soviel gesehen und erlebt, das zeigen Eure tollen Snapshots und Eure textliche Zusammenfassung - ganz toll!
    Viel Glück auf der Weiterreise - Ich freue mich, wieder von Euch zu lesen.
    Ganz herzliche Grüsse aus der Schweiz! Uebrigens, wir haben heute den ersten Schnee bekommen - alles ist auch weiss (Wie auf Euren Bildern), nur etwas kälter :-) Lisa

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